Storytelling – wie man Geschichten erzählt, die fesseln und im Gedächtnis bleiben

Storytelling – wie man Geschichten erzählt, die fesseln und im Gedächtnis bleiben
02-09-2026
Die Redaktion von ALLboards
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Eine gute Geschichte zieht die Aufmerksamkeit auf sich, weckt Emotionen und sorgt dafür, dass die Botschaft im Gedächtnis bleibt. Genau deshalb kommt Storytelling in Marketing, Vertrieb, Präsentationen und der Teamarbeit zum Einsatz. Erfahren Sie, wie Sie fesselnde Geschichten entwickeln und wie Sie dabei Whiteboards oder andere Boards als Unterstützung nutzen können.

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • was Storytelling ist und warum es sich lohnt, es in der Kommunikation einzusetzen,
  • aus welchen Elementen eine gute Geschichte besteht,
  • wo Storytelling zum Einsatz kommen kann – im Marketing, im Vertrieb, bei Präsentationen und in der Teamarbeit,
  • was visuelles Storytelling ist und wie man es nutzt,
  • wie Sie Whiteboards, Magnettafeln, Kork- und Kreidetafeln zum Entwickeln und Präsentieren von Geschichten einsetzen können.

Was ist Storytelling – Definition und Beispiele

Storytelling ist die Kunst, Informationen mithilfe einer Geschichte zu vermitteln. Anstatt dem Empfänger lediglich Daten, Argumente oder Produktmerkmale zu präsentieren, konstruieren wir eine Erzählung mit einem Protagonisten, einem Problem, einer Veränderung und einem konkreten Ausgang. Dadurch erhält die Botschaft einen Kontext und wird leichter verständlich.

Der Unterschied lässt sich gut an einem einfachen Beispiel verdeutlichen. Der Satz „Unser Service halbiert die Zeit für die Berichtserstellung“ vermittelt eine konkrete Information. Eine Geschichte über einen Mitarbeiter, der zuvor Stunden mit der manuellen Zusammenstellung von Daten verbrachte und durch die Umstellung seiner Arbeitsweise Zeit für wichtigere Aufgaben gewann, veranschaulicht denselben Nutzen auf bildlichere Weise.

Geschichten ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, da sie es ermöglichen, einer Abfolge von Ereignissen zu folgen, Probleme zu erkennen und Lösungen vorherzusehen. Anstatt vieler unzusammenhängender Daten erhalten wir ein logisches Ganzes, das leichter im Gedächtnis bleibt.

Warum lohnt sich der Einsatz von Storytelling?

Eine gut aufgebaute Geschichte weckt Emotionen, fördert das Engagement und stärkt die Beziehung zum Empfänger. Sie muss nicht spektakulär sein – oft genügt es, eine Geschichte zu erzählen, die ein konkretes Problem, eine Entscheidung und deren Auswirkungen schildert. Genau darin liegt die Stärke des Storytelling: Anstatt trockene Fakten und Zahlen zu präsentieren, lassen sich diese in einen Kontext einbetten und die Botschaft auf fesselnde Weise vermitteln.

Eine gute Geschichte kann den Kunden in den Mittelpunkt der Erzählung stellen, sein Problem aufzeigen und eine Lösung dafür präsentieren. Hilfreich sind dabei unter anderem Fallstudien, wahre Begebenheiten und Beispiele aus dem echten Leben, mit denen sich der Empfänger identifizieren kann.

Die Kunst des Geschichtenerzählens unterstützt zudem den Markenaufbau. Marken wie Apple, Nike oder Patagonia zeigen, dass sich Kommunikation nicht zwangsläufig nur auf das Produkt konzentrieren muss. Geschichten rund um die Marke schaffen eine emotionale Bindung, binden die Zielgruppe ein und können die Kaufentscheidung positiv beeinflussen.

Storytelling erleichtert zudem die Erklärung komplexer Sachverhalte. Anstatt eine Präsentation mit einer Grafik oder einem Datensatz zu beginnen, kann man zunächst die zugrundeliegende Situation schildern und den Empfänger anschließend Schritt für Schritt zu den Schlussfolgerungen und der Lösung führen. Auf diese Weise bilden die Inhalte ein stimmiges Gesamtbild, das für die Empfänger leichter verständlich und einprägsam ist.

Marketing, Werbung, Geschäftswelt – wo lässt sich Storytelling einsetzen?

Eine fesselnde Geschichte kommt überall dort zum Einsatz, wo es nicht nur darum geht, Informationen zu vermitteln, sondern auch das Interesse des Empfängers zu wecken:

  • Marketing und Werbung – eine Geschichte kann die Marke durch das Prisma von Werten, Kunden, Veränderungen oder Alltagssituationen beleuchten, in denen das Produkt ein konkretes Problem löst.
  • Vertrieb – statt lediglich Produktfunktionen aufzuzählen, lässt sich die Situation eines vergleichbaren Kunden schildern – einschließlich seiner Bedürfnisse und der Ergebnisse, die durch die Anwendung erzielt wurden.
  • Präsentationen – durch Storytelling lassen sich Daten, Argumente und Schlussfolgerungen zu einem logischen Ablauf verknüpfen, sodass der Zuhörer leichter nachvollziehen kann, worauf die Präsentation hinausläuft.
  • Markenaufbau – Geschichten über Gründer, treue Kunden, Mitarbeitende oder die Entstehung von Produkten tragen dazu bei, der Marke einen unverwechselbaren Charakter zu verleihen.
  • Social Media – kurze Geschichten eignen sich hervorragend für Posts, Videos, Stories und Beitragsreihen.
  • Kommunikation und Teamarbeit – Storytelling hilft dabei, Ziele zu erläutern, Veränderungen zu vermitteln und ein gemeinsames Verständnis für ein Projekt zu schaffen.

Wie entwickelt man Schritt für Schritt eine gute Geschichte?

Eine gute Geschichte lässt sich in wenigen einfachen Schritten aufbauen:

Bestimmen Sie die Zielgruppe – überlegen Sie, wen Sie ansprechen, was diese Person bereits weiß und was sie benötigt.

  1. Finden Sie einen Protagonisten – das kann ein Kunde, ein Mitarbeiter, ein Team, eine Marke oder ein Produktnutzer sein.
  2. Benennen Sie das Problem – zeigen Sie ein Hindernis, ein Bedürfnis oder eine Situation auf, die eine Veränderung erfordert.
  3. Zeigen Sie den Weg zur Lösung auf – beschreiben Sie Entscheidungen, Handlungen und wichtige Momente.
  4. Präsentieren Sie das Ergebnis – machen Sie deutlich, was sich verändert hat und welche Bedeutung dies für den Protagonisten hat.
  5. Schließen Sie mit einer klaren Botschaft ab – der Empfänger sollte wissen, was sich aus der Geschichte ergibt und was man sich merken sollte.

Beim Entwickeln der Erzählung eignet sich ein Brainstorming hervorragend. Ideen lassen sich zunächst unbewertet festhalten und anschließend gruppieren sowie in eine sinnvolle Reihenfolge bringen. Auch eine Mindmap ist hilfreich, um den Protagonisten, seine Bedürfnisse, Hindernisse, Lösungen und die wichtigsten Erkenntnisse miteinander zu verknüpfen.

Was ist visuelles Storytelling?

Beim visuellen Storytelling werden Geschichten mithilfe von Bildern, Schemata, Symbolen, Fotos, Farben und Diagrammen erzählt. Es kann Texte ergänzen oder für sich allein stehen und dabei rasch die Zusammenhänge zwischen den Elementen einer Geschichte verdeutlichen.

In einer Präsentation kann dies eine Abfolge mehrerer Folien sein, die vom Problem zur Lösung führen. Bei einem Workshop – ein aus Blättern und einfachen Skizzen bestehendes Storyboard. Bei der Kampagnenplanung – eine Sequenz aus Fotos, Slogans und Phasen des Kundenkontakts. Wichtig ist, dass die visuellen Elemente nicht bloß der Dekoration dienen, sondern dem Betrachter helfen, den Verlauf der jeweiligen Geschichte zu verstehen.

Wie lassen sich Tafeln für das Storytelling nutzen? Konkrete Beispiele

Für das Entwickeln und Präsentieren von Geschichten sind keine komplizierten Tools erforderlich. Oft genügt eine passend gewählte Tafel. Hierfür eignen sich unter anderem:

  • Eine Whiteboard-Tafel (trocken abwischbar) eignet sich hervorragend für die Planung der Erzählung, das Erstellen von Storyboards, das Ausarbeiten von Szenen und das Skizzieren von Zusammenhängen. Sie kann zudem genutzt werden, um gemeinsam Ideen zu ordnen, Brainstormings durchzuführen, Mindmaps zu erstellen oder eine SWOT-Analyse übersichtlich und strukturiert darzustellen.
  • Eine Magnettafel ermöglicht es, Elemente der Geschichte flexibel zu verschieben. Fotos, Notizen, Ausdrucke oder Karten mit Phasenbezeichnungen lassen sich beliebig anordnen, bis eine schlüssige Erzählung entsteht.
  • Eine Pinnwand eignet sich gut für die Erstellung von Moodboards, das Sammeln von Inspirationen und die Gestaltung des visuellen Hintergrunds einer Geschichte. Daran lassen sich Fotos, Materialproben, Zitate, Skizzen und Notizen anheften.
  • Eine Kreidetafel bietet sich für die kreative Präsentation kurzer Geschichten, Slogans oder Botschaften an. Sie ist ideal für Cafés, Geschäfte, Restaurants, Büros oder Veranstaltungsorte, an denen Informationen gut sichtbar sein und einfach aktualisiert werden sollen.

Auf Tafeln lassen sich auch Projektphasen darstellen oder die Customer Journey (Kundenreise) visualisieren. So kann das Team die Geschichte nicht nur besprechen, sondern sie als Ganzes betrachten und gemeinsam anpassen.

Eine gute Geschichte – worauf sollte man achten?

Beim Erzählen einer Geschichte lohnt es sich, einige Grundregeln zu beachten:

  • Passen Sie die Geschichte an die Zielgruppe an – Storytelling im geschäftlichen Kontext unterscheidet sich von der Kommunikation der persönlichen Marke oder Inhalten im Content-Marketing.
  • Konzentrieren Sie sich auf eine einzige Geschichte – zu viele Handlungsstränge erschweren es dem Empfänger, der Botschaft zu folgen.
  • Zeigen Sie das Problem und die Veränderung auf – schildern Sie beispielsweise, mit welchem ​​Problem der Kunde vor der Nutzung der Lösung zu kämpfen hatte und was sich anschließend verändert hat.
  • Nutzen Sie Emotionen und moralische Werte – eine gute Geschichte baut Spannung auf und sorgt dafür, dass sich der Empfänger mit dem Protagonisten oder dessen Situation identifiziert.
  • Setzen Sie auf konkrete Details – authentische Geschichten aus dem echten Leben wirken meist glaubwürdiger als allgemeine Aussagen.
  • Erzählen Sie nicht ausschließlich von Ihrem Produkt – beim Marketing-Storytelling ist es besser, einen breiteren Kontext, die Bedürfnisse der Zielgruppe und die Werte der Marke zu beleuchten.
  • Sorgen Sie für einen klaren Abschluss – der Empfänger sollte verstehen, was sich aus der Geschichte ergibt und welche Botschaft im Gedächtnis bleiben soll.

Diese Art der Erzählweise kann zu einer natürlichen Kommunikationsform werden – sei es bei Präsentationen, im Vertrieb oder in Werbekampagnen. Beim Storytelling in der Werbung fungiert die Geschichte als Marketinginstrument: Sie weckt das Interesse potenzieller Kunden, schafft eine Bindung zur Kundschaft und stärkt die Markenbekanntheit. Nicht ohne Grund heißt es, dass Menschen sich Geschichten merken – daher kann eine durchdachte Erzählweise ein wichtiges Fundament für erfolgreiche Kommunikation bilden.

Zusammenfassung

Gutes Storytelling hilft dabei, eine Sammlung von Informationen in eine stimmige Botschaft zu verwandeln, die den Empfänger durch die einzelnen Phasen der Geschichte führt. Die Kombination von Worten und visuellen Elementen erleichtert zudem die Darstellung von Ideen, Zusammenhängen und dem Handlungsverlauf.

In der Praxis empfiehlt sich der Einsatz einfacher Tools, die die Konzeptentwicklung und die gemeinsame Arbeit an der Botschaft unterstützen. Wählen Sie ein Board, das Ihren Anforderungen entspricht, und entdecken Sie, wie es Sie bei der Gestaltung und Präsentation von Geschichten unterstützen kann.

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